Aktuelles

Pressemitteilung 12.04.2019

NEUE IMPULSE FÜR DEN FORSCHUNGSSTANDORT GOTHA

Ernst-Abbe-Stiftung und Universität Erfurt vereinbaren strategische Partnerschaft

Mit jährlich 100.000 Euro unterstützt die Ernst-Abbe-Stiftung Jena in den kommenden fünf Jahren die Gothaer Forschungseinrichtungen der Universität Erfurt. Unipräsident Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg und Rolf Ferdinand Schmalbrock, Geschäftsführer der Stiftung, haben dazu einen entsprechenden Ko-operationsvertrag unterzeichnet.

Im Zentrum stehen die Weiterführung und der Ausbau des Herzog-Ernst-Stipendienprogramms, doch die strategische Partnerschaft zielt auf mehr.

„Unser gemeinsamer Ansatz ist es, Gotha zu einem wirkungsstarken Begegnungsort mit internationaler Ausstrahlung und breiter gesellschaftlicher Akzeptanz auszubauen“, erklärte Schmalbrock anlässlich der Unterzeichnung. „Die Ernst-Abbe-Stiftung möchte diesen Prozess inhaltlich wie organisatorisch mitgestalten. Deshalb werden wir die Gothaer Einrichtungen der Universität Erfurt ab dem Jahr 2020 nicht nur finanziell unterstützen, sondern sie auch bei der Entwicklung zukunftsträchtiger Modelle beraten, die die Finanzierung ihrer Ziele langfristig sichern.“ Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg ergänzt: „Mit den Stipendien können wir nun auch über 2019 hinaus Wissenschaftler aus dem In- und Ausland fördern, die mit den Gothaer Beständen arbeiten.“ Bislang hatte die Fritz Thyssen Stiftung die Stipendien finanziert und damit seit 2004 rund 300 Forschungsaufenthalte in Gotha ermöglicht. Diese Förderung läuft zum Jahresende 2019 planmäßig aus.

Ergänzend zum Stipendienprogramm fördert die Ernst-Abbe-Stiftung im Rahmen der genannten Fördersumme auch Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen, die in besonderer Weise dazu geeignet sind, das Profil des Forschungsstandorts Gotha zu schärfen und seine internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Initiativen, die über den rein wissenschaftlichen Rahmen hinaus strahlen. So plant sie beispielsweise für 2020 in Kooperation mit der Melton Foundation einen Workshop für internationale Nachwuchsführungskräfte in Gotha. Mit der Förderung leistet die Abbe-Stiftung eine Art Anschubfinanzierung, mit der auf lange Sicht weitere Stifter und Unterstützer gewonnen werden sollen.

Die strategische Partnerschaft zwischen der Universität Erfurt und der Ernst-Abbe-Stiftung wird institutionell durch ein Kuratorium gestützt, das zum 1. Januar 2020 seine Arbeit aufnehmen wird. Neben Vertretern der Stiftung, des Präsidiums der Universität Erfurt und des Forschungszentrums Gotha werden ihm weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft angehören.

 

Pressemitteilung 08.04.2019
Tagungsareal hinter dem Planetarium

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion zu den Plänen für ein Tagungsareal hinter dem Planetarium (Veranstaltungsräumlichkeiten mit Unterbringung) teilen wir gerne folgendes mit:

Die Ernst-Abbe-Stiftung als Eigentümerin und Betreiberin des Planetariums sieht sich in der Verantwortung für den Erhalt und die Entwicklung dieser wichtigen Institution der Stadt, einem bedeutsamen Denkmal der Technik- und Baugeschichte in Jena, dem im Sinne von Ernst Abbe eine zentrale Rolle in der Wissenschaftsvermittlung und Wissenschaftserziehung zukommt.
Aus dieser Verantwortung heraus strebt die Ernst-Abbe-Stiftung auch weiterhin an, den Kulturraum Botanischer Garten und Planetarium als Einheit inhaltlich nachhaltig und seiner Bedeutung entsprechend weiterzuentwickeln. Ein vorrangiges Ziel ist dabei, die räumlichen Bedingungen für Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftspädagogik deutlich zu verbessern und gleichzeitig die bauliche Fassung des Einzeldenkmals Planetarium gegenüber dem vorgefundenen Zustand aufzuwerten.
Konkret sollen dabei adäquate Räumlichkeiten für Bildungsangebote an junge Menschen (z.B. „grünes Klassenzimmer“), Fortbildungsangebote, Seminare und Fachveranstaltungen geschaffen werden. Dazu gehören auch in dem für diese Anforderungen notwendigen Rahmen geeignete Unterbringungsmöglichkeiten.
Besondere Aktualität erhalten diese Pläne durch die Gründung des Deutschen Optischen Museums, mit dem das Planetarium eine gemeinsame Präsentation des für Jena so bedeutsamen Themas Licht, Optik und Visualisierung schaffen will. Erklärtes Ziel sowohl der Stiftung D.O.M. als auch der Ernst-Abbe-Stiftung ist, dass beide Institutionen sich in ihren Aufgaben und Möglichkeiten für die Wissenschaftskommunikation und -pädagogik ergänzen und verstärken. Dazu gehört die Verbesserung der baulichen Bedingungen am D.O.M. wie am Planetarium, damit beide dieser gemeinsamen, weit über Jena hinaus sichtbaren Aufgabe gerecht werden können.
Die Ernst-Abbe-Stiftung sieht eine große Chance darin, dass mit ihrer Unterstützung für Jena perspektivisch zwei für die Stadtentwicklung bedeutsame Wirkräume in zentralen Lagen der Stadt als überregionales und nationales Angebot entstehen können: zum einen ein Kultur – und Bildungsquartier mit Volkshaus und dem Deutschen Optischen Museum komplettiert und funktionell aufgewertet durch den gemeinsam angedachten Verbindungsbau, und ein zweites, gleichfalls durch Wissenschaft und Wissenschaftsvermittlung geprägtes Areal im Kontext Botanischer Garten und Planetarium. Damit kann Jena einen deutlichen Sprung in der Wahrnehmung für die Wissenschaft, die Erklärung und Vermittlung von Wissenschaft machen, verbunden mit vielen weiteren Bildungsimpulsen. Nicht zuletzt sollten diese Entwicklungen auch die touristische Attraktivität der Stadt weiter verbessern.
Die Ernst-Abbe-Stiftung ist sich darüber im Klaren, dass die Anforderungen für Baumaßnahmen im Umfeld des Planetariums außerordentlich anspruchsvoll sind. Dies betrifft die Aspekte des Denkmalschutzes am Einzeldenkmal Planetarium ebenso wie die gebotene Einordnung jeder Bebauung in das Ensemble des Botanischen Gartens und des umliegenden Quartiers.
Die Ernst-Abbe-Stiftung hat bei anderen Gebäuden und Maßnahmen, zuletzt bei der denkmalgerechten Sanierung des Volkshauses, bewiesen, dass sie mit der notwendigen Sensibilität und Sachkunde an solche Aufgaben herangeht. Aufgrund der Bedeutung und Komplexität des Standortes ist es nicht überraschend, dass der zeitliche Rahmen für das Vorhaben deutlich über dem eines üblichen Planungsverfahrens liegen muss. Wichtiges Anliegen der Stiftung bei all ihren Projekten ist eine frühzeitige und offene Einbindung aller Akteure in den Planungs- und Umsetzungsprozess. Deshalb hat es im Zusammenhang mit der Entwicklung des Ensembles Planetarium einen längeren Diskussions- und Arbeitsprozess unter Einbindung insbesondere der Universität und der Stadt Jena gegeben. In dessen Verlauf sind wichtige technische, fachliche und funktionelle Voraussetzungen untersucht und in die fortlaufend aktualisierte Planung der Ernst- Abbe-Stiftung eingearbeitet worden.
Eine formelle Einbindung der am Verfahren Beteiligten, insbesondere auch der Denkmalbehörde, ist auf der Grundlage der gemeinsam diskutierten Voraussetzungen und Planungen und im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens als nächste Stufe vorgesehen. Bisher lag eine verabschiedungsfähige Planung nicht vor, mangels Antrag konnte es daher auch keine formelle Befassung und Stellungnahme des Denkmalschutzes geben.
Die Ernst-Abbe-Stiftung ist vor diesem Hintergrund überrascht und bedauert es sehr, dass gerade jetzt, also vor der Befassung mit einer konkreten Planung, dieser Prozess abgebrochen werden soll, sodass weder die unmittelbar betroffenen Akteure noch die Jenaer Bürger Gelegenheit haben, über diese Planung, ihre Begründung und die bisher erarbeiteten gemeinsamen Festlegungen und Abklärungen zu diskutieren und diese zu bewerten.
Aus unserer Sicht wäre es schade, wenn man den Impuls gerade jetzt ohne unmittelbar erkennbaren Anlass ins Leere laufen lassen würde. Die Ernst-Abbe-Stiftung ist hierzu im konstruktiven Dialog mit fachlich und politisch Verantwortlichen in der Stadt. Diese Planungen konkret vorzulegen und damit die Voraussetzung für qualifizierte Befassung und Stellungnahmen zu schaffen wäre jetzt unmittelbare Aufgabe der Stiftung, die sie zu leisten gewillt und fähig ist.

Der Ernst-Abbe-Stiftung ist sehr daran gelegen, den Entwicklungsprozess transparent und konsensual weiterzuführen. Sie hält aus den dargelegten Gründen und wegen der Bedeutung des Projekts für den Wissenschafts- und Kultur-Standort Jena fest und lädt alle Beteiligten ein, an diesem Prozess weiter mitzuwirken.

Jena, den 08.04.2019

 

Offene Stellen

 

Veranstaltungstermine

XXII. Innovationspreis Thüringen

Innovationen im Wettbewerb: Start für „Innovationspreis Thüringen“ 2019! Thüringens wichtigster Wirtschaftspreis würdigt die besten marktfähigen Produkte in vier Kategorien mit einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro. Die Teilnahme ist bis zum 30. Juni 2019  >> hier möglich.

Am 14.11.2018 wurde der Innovationspreis Thüringen 2018 verliehen. Mehr zur Preisverleihung und den Preisträgern des Vorjahres erfahren Sie >> hier.

 

Deutscher Studienpreis 2019 der Körber-Stiftung

Informationen zum Studienpreis und dem Bewerbungsverfahren finden Sie >> hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per Post an:

Ernst-Abbe-Stiftung
Forstweg 31
07745 Jena

oder per E-Mail an:

bewerbung[at]ernst-abbe-stiftung.de